Aktuelles: Laupheim

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Aktuelles
Autor: Musikschule Laupheim
Artikel vom 24.02.2022

Erster Steinway-Klavierabend begeistert das Publikum

Am 19. Februar konnte nun endlich der mehrmals verschobene Klavierabend zur Einweihung des Anfang 2020 gekauften Instruments stattfinden. Pandemiebedingt musste die Anzahl der Besucher jedoch begrenzt werden: Eingeladen waren die „Tastenspender“, die mittels einer Spende eine Taste „kaufen“ konnten und so zur Finanzierung des Steinway B-211 beigetragen haben.

Die Ausführenden des Abends, bis auf eine allesamt Lehrkräfte der Musikschule, haben den Flügel in allen Facetten zum Glänzen gebracht. Den Anfang machte Helmut Zeihsel mit den „Drei Romanzen“ op. 28 von Robert Schumann, deren locker perlenden Triolen, transparent erzählenden Melodien und marschartig-zackigen Motive von Zeihsel hoch konzentriert dargeboten wurden. Kontrastreich seine Auswahl aus den „Préludes“ von Frédéric Chopin. Die Nr. 4 etwa, Largo, bestach durch innige Schlichtheit und sich klanglich entwickelnde Spannungsbögen, die Nr. 22, Molto agitato, durch die kraftvolle Dramatik komplexer Rhythmik.

Vesselina Vassileva-Geiselmann lotete mit dem Beginn der „Ungarische Rhapsodie Nr. 3“ von Franz Liszt eindrucksvoll die Tiefen des Instruments aus, ließ es dann wieder leise und hell glitzern oder gestochen scharf klingen. Für Gershwins „Rhapsody in Blue“ überließ sie den Steinway ihrer Tochter Malina und übernahm den Orchesterpart am Bechstein-Flügel gegenüber. Die 18-Jährige, Schülerin an der Laupheimer wie an der Biberacher Musikschule und seit Jahren auf erste Preise bei „Jugend musiziert“ abonniert, faszinierte mit ihrem virtuosen, gleichermaßen kraftvollen wie sensiblen Spiel. Auswendig beherrschte sie das Stück in jedem Moment, gestaltete die jazzigen wie die klassischen Passagen mustergültig und stimmte sich aufmerksam mit dem „Orchester“ ab.

Vollends in den Jazz und Blues mündete das Programm schließlich mit Joe Fessele und Norbert Streit. Der Jazzpianist Fessele ließ den Flügel bei Herbie Hancocks „Dolphin Dance“ perlen, Solo- und Duopassagen mit seinem langjährigen Spielpartner Norbert Streit am Saxophon wechselten. Danach diente das leidenschaftliche Tangomotiv von Astor Piazzollas „Libertango“ mal als Klavier-Untergrund für Saxophon-Improvisationen, mal als Solo-Glanzstück für jeden der beiden. Mit dem „Stormy Monday Blues“ stellte Streit seine Qualitäten als Blues-Sänger unter Beweis, geführt von Fesseles satten Walking Bass am Flügel. Streit mit Fessele kann durchaus erbaulich sein – genauso wie der gesamte, vom Publikum begeistert beklatschte Klavierabend.